Beitrag für Kunst + Bau Wettbewerb des IT-Schulungszentrums der Bundeswehr in Pöcking bei Starnberg  2018/19. Der Beitrag wurde von der Jury nicht zur Realisierung ausgewählt.

Gestaltung der Treppenhalle

Ein Wettbewerbsbereich war die große zentrale Treppenhalle des Gebäudes, deren weitläufige, offen sichtbare Treppenläufe wie eine raumgreifende Skulptur angelegt sind. Insofern bestand die Idee des Entwurfs in der weiteren Gestaltung der vorhandenen Struktur. 

  

Werden die fotografischen Perspektiven aus verschiedenen Stockwerken als transparente Ebenen übereinander gelegt, entsteht der Eindruck hoher Komplexität. Die räumliche Verschränkung lässt sinnbildlich die miteinander vernetzen Kommunikations-Strukturen der Einrichtung aufscheinen.

 

Durch Extrahieren der Treppenläufe werden die Bewegungsbahnen der Nutzer flächig nachgezeichnet und auf die Brüstungen der realen Treppen übertragen. Dabei bilden sich grafische Flächen, die Camouflage-Tarnmustern von militärischen Schiffen oder Gebäuden ähneln und zugleich an in Platinen eingeätze Leiterbahnen denken lassen. Der architektonische Raum wird grafisch miteinander verschränkt, entsprechend der Nutzung des Hauses. 

 

 

Die Brüstungsleibungen werden mit mattschimmernden V2A-Blechen verkleidet. Darauf können die grafischen Strukturen durch Mattieren, Schliff, Glasperlenstrahlen, Druck oder Beschichten aufgebracht werden. Diese Oberflächen der geschliffenen Edelstahlbleche zeigen sich in einer veränderlichen, jeweils von Licht und Standort abhängigen Ambivalenz. Einzelne Motiv-Segmente, die aus einer Perspektive gut sichtbar ist, werden aus einem anderen Blickwinkel bzw.  Lichteinfall abgeschwächt oder gar ganz ausgeblendet.