Tagebuch einer Litfaßsäule unterwegs
Begonnen hat die Reise der Litfaßsäule mit Michael Lappers Lesung „Die große Reise“ im Deutschen Museum. Nun macht sie sich auf eine große Reise durch die Stadt München – heute hier, morgen dort.
Das ganze betrieben mit reiner Muskelkraft, auf einem Fahrrad mit extra konstruiertem Anhänger. Ein Tagebuch (siehe Galerie unten).
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Nicht nur der Transport ist mühsam, auch das Auf- und Abbauen der Litfaßsäule will geübt sein.

Ausgangspunkt in der Tiefgarage

Zwischenhalt im Park

Engstelle Trudering

Brücke am Schatzbogen. Ich will ein E-Bike.

Bereit zum Aufstellen

Die große Reise-Litfaßsäule auf der Zugbrücke

Im Werksviertel am Ostbahnhof

Im U-Bahnhof Innsbrucker Ring

Groß und klein

Litfaß-Contest

Eagle is landing / Deutsches Museum

Bereit für das Jubiläumsfest zum 100. Geburtstag

Vor der Lesung

Abends beim Deutschen Museum

Haus der Eigenarbeit in Haidhausen

Vortrag im HEi (Haus der Eigenarbeit)

Wiener Platz: Standbesitzer überlegt, ob er ein Buch kauft

Nachtstellplatz bei der Fetten Katze am Gasteig

Monacensia: die machen auch was mit Münchner Büchern

Villa Stuck: Geschlossen, aber außen was drauf

Echter Sehnsuchtsort: Friedensengel

Ja ja - das E hat viel Ähnlichkeit mit dem EURO-Zeichen

Haus der Kunst: Unter die Leute kommen

Auf dem Corso Leopold: Strom ziehen fürs Litfaß-Licht

Monopteros

Straße hinter der Seidlvilla

Five Guys: Eine Gruppe Jungs unterwegs in den Abend. Sie stellen sich in die ruhige Gasse, in der gerade meine Litfaßsäule steht. Wir kommen ins Gespräch. „Und das ist Ihre Litfaßsäule?Und Sie haben den Platz hier gemietet?“„Äh nöö, Ich hab die da einfach mal hingestellt. Einfach so.“ Der Junge grinst mich an und hebt die Hand: Give me five!

Und - was macht eine Stadt jetzt vibrierend? Mal das Nilpferd fragen . . .

An einer Grundschule am Sankt-Anna-Platz: Kids on the block begutachten die Zeichnungen der„großen Reise“ auf der Säule.

Stimmt. Am Marstall vor Reisebus

Am Vatertag im Englischen Garten. Keinen einzigen Bollerwagen gesehen.

Vor dem Kulturreferat (nur kurz, hat ja keine Genehmigung)

Da wollen wir auch hin! „Planet Africa“-Ausstellung in der Archäologischen Staatssammlung Lerchenfeld-Straße. Gelegenheit für eine Recherche-Pause.

Das ist jetzt lustig. Auf dem Aufsteller an der Nationalgalerie der Hinweis „das Schatzhaus an der Eisbachwelle“. Die staatliche Institution, mit Tradition und prominentem Standort, Budget und Öffentlichkeitsabteilung ausgestattet, beruft sich auf die Nachbarschaft einer stehenden Wasserwalze, in die irgendwann ein Surfer sein Board reingeworfen hat und ausprobierte, ob das geht. Ging prima, sprach sich rum und wurde zu einem weltbekannten Spot und Teil der Münchner Identität. Einfach so. Weil jemand was probierte.

Die haben zwar eine Genehmigung, stehen dafür aber oft blöd im Weg (was nicht selten auch Methode zu sein scheint).

Heiße Tage an einem Spielplatz am Petuelpark. Am Eingang ein Schild vom Baureferat: „Wasserspielplatz wegen Defekt leider geschlossen“. Daneben meine Litfaßsäule mit Bildern vom Wasserspielen im Meer. Bisschen träumen vom kühlen Nass.

Gras-„Serengeti“ im nördlichen Englischen Garten

Rauf oft mit Hilfe von Passanten, runter nur mit Scheibenbremsen machbar. Steigungen an der Isar zwischen Maximilianeum und Bogenhausen.

Brücke über den Mittleren Ring Nord. Unten Stau in der Rush Hour.

U-Turn in der Fußgänger-Unterführung unter der Autobahn. Geht grad so dank super Wendekreis.

Heiße Tage. Am Freibad echt was los.

Batterie-Ladestop bei „Beans + Books“ in der Knorrstr. 8.
Superfreundlich, superhilfsbereit, super Caffè. ***** von der Reiseleitung.

Parken am U-Bahnhof Scheidplatz

Hilfsbereit: LED-Batterie laden am Kinder- und Jugendzentrum „Haus am Schuttberg“.
Aber das eigentliche Ding ist der fantastische Abenteuerspielplatz, den die Kids dort selber bauen.

Am Schwabinger Tor, so eine Art Münchner Mini-Calatrava

Zentraler Platz in der „Parkstadt Schwabing“ zwischen Motel One und Sixt. Minimalismus kann elegant sein, aber wenn dann so gar nichts mehr passiert …
München ist die Stadt mit den am meisten versiegelten Flächen. Im Unterhalt pflegeleicht, aber da will jetzt auch keiner sitzen. Ohne Bilderbuch-Säule noch verlorener.

Nicht ganz so trist, aber schon ganz schön versiegelt. Stadtplaner sagen dann: „Da muss noch Patina drauf“.

Echter öffentlicher Raum: Gehsteig im Domagk-Quartier München Nord. Hier wird das Rad geparkt oder ausgeliehen, hier geht's zum Bäcker und zur Bushaltestelle.
Und jetzt steht hier plötzlich eine Litfaßsäule.

Park in der Domagk-Siedlung: Zielgruppe schon da. Kunstpädagogik auch.

Neben Streugutdepot. Gute Streuung will ich auch.

Am Bauhausplatz. Gesamtkunstwerk. Stelle ich meins dazu.

Fremdplakatierung. Immerhin farblich angenähert. Ok, lass ich noch drauf.

Kommunikation im Viertel: Das Schauen muss in den Kasten. Zum Zeigen braucht man den Schlüssel. Aber immerhin.

Im Domagk-Viertel. Müde Litfaßsäule an heißem Sommertag. Bekam Strom beim Dynamo-Radlladen. Die Jungs sind super hilfsbereit und super kompetent! Haben die Schaltung wieder so perfekt eingestellt, dass ich kein e-Bike mehr will. Volle Punktzahl im Reiseführer!*****

Halt an der Tram

Haus-Halt

Halt an der Tram - 2




