Die Raumskulptur, bei der es um den Begriff des Bauens geht, ist unter den nominierten Beiträgen des Bauhaus-Wettbewerbs und wird in der Ausstellung im Sächsischen Industriemuseum Chemnitz von 28. September bis 1. Dezember 2019 gezeigt.

Auf der ganzen Welt sind die Arbeiten der Bauhaus-Mitarbeiterin, Gestalterin und Künstlerin Marianne Brandt heute in bedeutenden Museen und Sammlungen zu finden. Doch Marianne Brandts Erbe ist längst nicht nur ein Stück Designgeschichte – in ihrer Heimatstadt Chemnitz kommen heute alle drei Jahre junge, internationale Gestalter*innen und Künstler*innen zusammen, um zu zeigen, wie sie gegenwärtig im Spannungsfeld von Design und Kunst arbeiten. Der Internationale Marianne Brandt Wettbewerb kürt dabei nicht nur Produktentwürfe, sondern auch Fotografien und andere künstlerische Formate.

Unter dem Motto „Die Poesie des Funktionalen“ geht der Preis weltweit der Frage nach, wo und wie in Marianne Brandts einstigen Wirkungsfeldern heute Projekte entstehen, die zugleich nützlich und inspirierend sind.

 

Das Objekt mirbaun’n entspricht dem Rohbau eines Zimmers und besteht aus hellen Ytong-Steinen mit Fugen aus eingesetztem Glas. Durch das simple Ersetzen der Mörtelfugen mit Glasscheiben verändert sich der Eindruck fundamental. Die Wände verlieren viel von ihrem massiven Charakter und verwandeln sich in eine Art großes transluszentes Lego.

Die Raumskulptur bildet einen künstlerischen Kommentar für den Münchner Stadtteil Messestadt Riem und ist Teil des gleichnamigen Langzeitprojekts des Künstlers Michael Lapper. Im Kern geht es dabei um die kleinen Möglichkeiten und Spielräume in der unter starkem Verwertungsdruck stehenden städtischen Wirklichkeit.