Kunst+Bau-Wettbewerb
Fachhochschule Cottbus 1998
2. Preis
Um 8 wird Blau gemacht
Die Glashalle des neuen Klinikums bildet einen großen, vom Sonnenlicht durchfluteten Raum, der sich je nach Wetter und Tageszeit verändert. Die Gestaltungsidee lag in einer stark darin integrierten und mit dem wechselnden Tageslicht korrespondierenden Skulptur.
Die große Eingangshalle der Fachhochschule in Cottbus ist ein Ort der Bewegung. Besucher und Personal passieren den zentralen Bereich, um von dort in die Lehrräume zu gelangen. Zugleich lädt sie zum Verweilen ein, etwa bei Pausen, Freistunden oder Veranstaltungen in der Aula. Durch die Glasfassade im Eingangsbereich und große Oberlichten in der Decke zeigen sich hier auch die zeitlichen Abfolgen des Tageslichts.
Die Idee war, ein farbiges Glasfeld in den Luftraum der offenen, mehrgeschossigen Halle zu hängen. Aufgrund der speziellen optischen Beschichtung des Glases kommt es – abhängig von Tageslicht und Hell-Dunkelwerten des umgebenden Raums – zur Veränderung der Farben und zu Abbildungen des architektonischen Raums. Dabei korrespondiert das Objekt stark mit den Betrachtern, denen sich je nach Standort und Bewegung ein jeweils anderes Bild zeigt.
Bestes Beispiel ist die Situation frühmorgens, wenn die Sonne bei gutem Wetter klar und direkt in das Gebäude einstrahlen kann. Vom Innern des Gebäudes erscheint dann das Glasfeld in seiner Basisfarbe Blau, aus der sich auch sprichwörtlich der Titel der Arbeit ableitet: „Um 8 wird Blau gemacht“. Dies spielt daneben auch ironisch auf das Blaumachen, das Schwänzen vom Unterricht an.
Der Entwurf wurde nicht realisiert.
Die Bilder zeigen das Arbeitsmodell der Halle mit den verschiedenen Licht- und Farbeindrücken, die sich ergeben.







